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Tomate de La Cañada-Níjar
DE ES

Anbau

Der Anbau erfolgt unter Schutzstrukturen, insbesondere den traditionellen flachen Strukturen (Parral) und den Mehrdach-Strukturen (Raspa y Amagado), die 70 % der überdachten Fläche ausmachen. Diese Anbauformen senken den Wasserbedarf, schützen vor Wind sowie vor Schäden durch Schädlinge und Vögel, schützen vor niedrigen Temperaturen, mindern die Auswirkungen des Wüstenklimas und ermöglichen eine effizientere Nutzung der Sonnenenergie.

Was ist ein „Parral“?

„Parral“ ist die traditionelle flache Gewächshausstruktur Almerías: ein flaches Netz aus Pfosten und Drähten, über das eine Kunststoffplane gespannt wird. Der spanische Begriff wird beibehalten, da es dafür keine direkte deutsche Entsprechung gibt.

Parral-Gewächshaus in Almería: Tomatenreihen unter dem flachen Kunststoffdach
Im Inneren eines Parral: Die Tomatenpflanzen wachsen unter einem flachen Gitter aus Pfosten und Drähten, das mit Folie bespannt ist.

Was ist „Raspa y Amagado“?

„Raspa y Amagado“ ist eine Weiterentwicklung des Parral mit leicht geneigten, mehrfach gewölbten Dächern („Multicapilla“), die eine bessere Belüftung und Lichtverteilung ermöglichen. Auch dieser spanische Fachbegriff wird beibehalten und hier erklärt.

70%

der überdachten Anbaufläche entfallen auf Parral und Raspa y Amagado

Sechs Vorteile der Schutzstrukturen

Wasser sparen

Der geschlossene Raum senkt die Verdunstung und reduziert den Bewässerungsbedarf spürbar.

Windschutz

Die Struktur schützt die Pflanzen vor den starken Winden der Küstenregion.

Schutz vor Schädlingen

Physische Barrieren erschweren den Zugang von Schadinsekten zu den Pflanzen.

Schutz vor Vögeln

Die Abdeckung verhindert Fraßschäden durch Vögel an den reifenden Früchten.

Schutz vor Kälte

Die Struktur mildert niedrige Nachttemperaturen und schützt empfindliche Pflanzen.

Sonnenenergie nutzen

Die Plane verteilt das Sonnenlicht gleichmäßiger und ermöglicht eine effizientere Photosynthese.